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Chapter

Das Gewaechshaus Im Februar

Das Gewächshaus stand hinter dem Haus meiner Eltern, auf der Wiese, die zur Straße hin abfiel, und im Februar, wenn draußen der Boden gefroren war und die Krähen auf dem Acker dahinter in Dreiergruppen auf- und abgingen, war das Gewächshaus ein anderer Raum als im Sommer. Im Sommer war es ein Hitzegerät, das man nur betrat, um Tomaten zu ernten und so schnell wie möglich wieder zu gehen. Im Februar war es ein Versprechen. Drinnen war es zehn Grad wärmer als draußen, weil mein Vater es seit Januar täglich mit einem kleinen Heizlüfter aufwärmte, der tagsüber lief und nachts aus, und die Pflanzen, die er auf den Holzbrettern aussäte, begannen erst jetzt, zart, mit den ersten Keimblättern zu kommen, wie eine Verabredung, die Wort hält. Mein Vater war im Januar dieses Jahres neunzig geworden. Er war schwäbisch geboren, schwäbisch aufgewachsen, in die Mechanik gegangen, zur Werkzeugmaschinenfabrik Friedrich Kessler bei Göppingen, hatte dort dreiunddreißig Jahre gearbeitet, und in den Jahren danach, nach seiner Pensionierung, hatte er sich in das Gewächshaus zurückgezogen, das er mit einem Freund aus dem Kegelclub gebaut hatte, 1992. Das Gewächshaus war nicht groß. Vier mal drei Meter vielleicht. Es hatte ein Fundament aus Backsteinen und eine Konstruktion aus Aluminium und Doppelstegplatten, die inzwischen an mehreren Stellen matt waren, als hätte sich etwas an ihnen abgelagert, was

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