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Vorwort

Am 11. Februar 1933 wird Rudolf Hans Bartsch sechzig Jahre alt … Siehe, du ewiger Deutscher, der du schon in der Nibelunge Not die Donau rauschen hörst und Walter den Vogelweider aus Österreich kommen sahst, der du Haydn, Mozart, Schubert, Bruckner, Raimund, Grillparzer, Schwind, Waldmüller, um nur ein paar zu nennen, als die Kinder des gleichen Österreich empfingst und seine große Geschichte, die ja nur ein Teil der deinen ist, seine merkwürdigen Menschen zu deuten weißt, dieser zur Feier eines zufälligen Alters Angerufene, der noch immer ein Jüngling ist und es in unbegreiflicher Gnade wohl bleiben wird bis in sein spätes Grab, ist »Österreichs« letzter Dichter. In ihm ist unsterblich vereinigt das zauberische Gut dieses Landes, das nicht nur Erde und Blut und Schicksal war; sein Österreich war ein Gefühl, eine Idee, ein Klang mit tausend Untertönen; es war ein Reich der allmählich und immerfort hochgezüchteten Seele, nicht aber ein Besitztum für die Landkarte. Von nirgendwo anders konnte dieser Dichter kommen, als von Österreich, schon hat er die Wärme mittägiger Sonne in sich, aber auch noch den Schneehauch der Firne, Früchte des Südens reifen in ihm, der Wein, das Welschkorn, die Edelkastanie, Sagen des Nordens raunen um seinen Kopf. Und nirgendwo andershin konnte dieser Dichter gehen, als in das ewige Deutschland, denn nur es hat Raum und Sinn für so glückhaften Überfluß

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