An die Seele
Wirst du, Seele endlich lernen, nichts von außen zu erwarten! Nächtens schau zu deinen Sternen, tags bebaue deinen Garten. Mit den Geistern, die gewesen, Zwiesprach haltend stolz-bescheiden, also magst du Trauben schneiden, also magst du Ähren lesen. Und der Einsamkeit entsteigen Bilder mit beglückten Schwingen und du hörst die Wälder geigen und du hörst die Wässer singen. Fern verrollen auf den Schienen Tageslärm und Eisenrosse. Lerne lauschen, lerne dienen, dass dein innrer Garten sprosse.