Not am größten, Hilfe am nächsten
Not am größten, Hilfe am nächsten. Es war am Freitag, dem 21. Dezember. Da es ein Freitag war, würden abergläubische Leute ihn zu den Unglückstagen gerechnet haben. Aber da es der 21. war, und einundzwanzig ein Vielfaches von sieben, und zwar dreimal sieben ist, und da drei und sieben die glücklichsten aller Zahlen sind, so würden unsere abergläubischen Freunde wohl annehmen, daß die finstere Bedeutung des Freitags in gewissem Grade, wenn nicht gänzlich aufgehoben wurde. Dem mag nun sein, wie ihm wolle, Mr. und Mrs. Gardiner werden an den Freitag, den 21. Dezember, stets als einen der glücklichsten Tage ihres Lebens denken, denn an diesem Tage erhielten sie folgenden Brief: »Harlem, Donnerstag abend. »Lieber Gardiner! »Einen Acker bestellbaren Landes gäbe ich darum, wenn ich heute abend an Beekman Place sein könnte, und ich hatte auch fest darauf gerechnet, dort zu sein, allein vor einer halben Stunde erhielt ich von einem gütigen Freunde, der selbst keinen Gebrauch davon machen kann, Einlaßkarten zum Opernhaus, und demnach muß ich meine Mutter in die Oper führen. Ich müßte mich eigentlich jetzt ankleiden, allein es ist unumgänglich notwendig, daß dieser Brief geschrieben und abgesandt wird, damit Du ihn morgen früh erhältst, ehe Du ausgehst. »Ich weiß nicht, ob Du jemals bemerkt hast, daß meine Füße ganz außergewöhnlich schön sind. Ich gestehe, daß ich es selbst bisher nie