Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei
Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei. Als Thomas Gardiner ein siebzehnjähriger Fuchs im Columbia College war, starb sein Vater, Rufus Gardiner, – ein Schlaganfall hatte in wenigen Tagen seinen Tod herbeigeführt. Seine Mutter war schon ein Jahr früher gestorben. Infolge dieser beiden Todesfälle hatte der junge Mann niemand mehr in der Welt, der ihm nahe stand, als einige Vettern und Cousinen zweiten oder dritten Verwandtschaftsgrades, die in Boston lebten, und gegen diese war er von einer herzlichen Abneigung beseelt. Rufus Gardiner war der älteste Teilhaber der Firma Gardiner, Soule und Pinner, Advokaten und Rechtsanwälte, gewesen. Sein letzter Wille, der mit der üblichen Eingangsformel, daß der»Testator vollkommen gesund sei«, begann, war vom 10. November 1877 datiert. Genau vierzehn Tage später, am 24. November, wurde er dem Vormundschaftsgericht zur Prüfung und Gültigkeitserklärung unterbreitet. Wenn man den Kern aus der Schale der juristischen Redensarten herausschälte, ergab sich, daß Rufus Gardiner durch diese Urkunde sein ganzes Vermögen seinem Testamentsvollstrecker, Marcus Cicero Pinner, mit der Bestimmung anvertraut hatte, die Zinsen oder»soviel als davon erforderlich sei«während der Minderjährigkeit seines Sohnes Thomas auf dessen Unterhalt, Erziehung und Ausbildung zu verwenden. Sobald Thomas mündig wurde, war Pinner verpflichtet, ihm die gesamten Zinsen in