Chapter

Für Erika Nissen

Für Erika Nissen Als ich heute morgen von meinem Zimmer herunterkam, entfernte der Wirt die letzten Blumen aus der kleinen Holzveranda. Deren Weinlaub war schon längst gelb geworden. Und heute reiste der letzte Sommergast ab. Nun werden wir, die standhaften Wintervögel, in die verlassenen Sommernester kriechen, und wir werden Scheiben und Fenster abdichten und die Türen vor Zug schützen – die Türen, die im Sommer so lose in ihren Angeln hingen. Nun kommt die Zeit der Dunkelheit, der Kälte und der Einsamkeit. Der Hain wird sein Laub verlieren, das braun und gelb werden und fallen wird, bis er nackt, traurig und grau sein wird. Auf den Feldern wird der Pflug, der langsam das Erdreich teilt, sogar die Stoppeln des Herbstes unterpflügen. Und der Herbst wird seinen langen Mantel aus Nebel schwer über farblose Erde wallen lassen. Nur längs der Hecke wird das niedrige Gestrüpp seine raschelnden Blätter, die der Reif eines Nachts mit seinen Spitzen überzogen haben wird, behalten. Nun werden die Tage ruhig und die Abende lang. Es werden keine Grüße mehr über die Hecken der verlassenen Sommerhäuser ausgetauscht werden, und man findet auf dem Wege keine hellen und zeitigen Morgen mit fröhlichen Willkommensrufen mehr. Nur die Dorfhandwerker kriechen nun aus ihren Türen hervor und reden über die Straße hinweg, trocken und langweilig, über Wind und Wetter. So sollen die eintönigen Tage der

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.