Erstes Kapitel
Es war kurz vor zehn Uhr, die beiden jungen Burschen Armand de Chapelles, der Sohn des reichen Druckereibesitzers, und Jacques Fromentin, der Sohn des Invaliden, saßen noch immer auf ihrem Posten am Feuer, auf das Abenteuer spähend, das sie erwarteten, und hatten sich einstweilen von Mutter Marguerite einen Punsch brauen lassen. " Pristi!" sagte der Sprößling des Herrn Chapelles, "weißt Du, Jacques, die Sache beginnt langweilig zu werden, und wir sitzen nun schon eine Stunde hier, ohne daß die da oben Anstalt machen, oder Dein Vater mit dem vertrackten Schurken, dem Leichendieb, zurückkommt. Die Haut schaudert mir noch immer, wenn ich an jenen Abend zurückdenke, wo er mit dem Leichnam des nackten Frauenzimmers davon rannte." "Ich möchte nur wissen," meinte Meister Jacques, "warum der Savoyarde jenen Napoleonsd'or auf die Kaminecke gelegt hat?" Er holte das Goldstück wohl zum zwanzigsten Mal herunter und beliebäugelte es von allen Seiten, legte es dann aber wieder sorgfältig auf seinen Platz. "Weißt Du, Jacques, er sprach für einen Kommissionär oder Lastträger ganz verständig, der bucklige Bursche, und lobte mich, daß ich Soldat werden wollte. Er sagte, den Soldaten allein gehöre die Zukunft, und es werde an Krieg und Ruhm für Frankreich unter einem Bonaparte nicht fehlen! Aber Du thust gerade, als hättest Du noch keinen Napoleonsdor gesehen! Ich mause doch oft genug Mutter