Erstes Kapitel
Der Knab' ist – hörst Du, he! – Wie ist Dein Name? Auch Jakob – jetzt entsinn ich mich – das wird er seyn. Crabbe. Die liebenden Verwandten waren vereint, wie Leute, die in großem Unglücke zusammenkommend, noch das Glück empfinden, es gemeinschaftlich zu theilen. Sie umarmten sich zu wiederholten Malen, und überließen sich den Ergießungen ihres Herzens, die ihr bewegtes Gemüth zugleich andeuteten und erleichterten. Endlich legte sich der Sturm der aufgeregten Empfindung; und Sir Heinrich, der noch immer seinen wiedergefundenen Sohn bei der Hand hielt, erlangte wieder die gewohnte Herrschaft über seine Gefühle. »So hast Du denn also unsre letzte Schlacht erlebt, Albert,« sagte er, »und des Königs Fahnen sind auf immer vor den Rebellen gefallen?« »So ist es freilich,« sagte der junge Mann – »der letzte Wurf geschah bei Worcester, und wurde leider! verloren; und Cromwells Glück behielt da die Oberhand, wie überall, wo er sich zeigte.« »Wohl – es kann nur auf eine Zeit seyn – es kann nur auf eine Zeit seyn,« antwortete sein Vater; »der Teufel ist mächtig, heißt es, Lieblinge zu erheben und ihnen ihre Wünsche zu gewähren, aber er kann nur kurze Fristen gewähren. Und der König – der König, Albert – der König – mir ins Ohr – dichter heran! « »Unsre letzten Nachrichten versicherten, daß er von Bristol entkommen sey.« »Nun, Gott sey Dank! – Gott sey Dank!« sagte der Ritter, »Wo