Chapter

Einleitung

Walter Flex wurde am 6. Juli 1887 in Eisenach als zweiter Sohn des Gymnasialoberlehrers Dr. Rudolf Flex und seiner Ehefrau Margarete, geb. Pollack geboren. Was er dem Elternhause verdankt, sagen seine Bücher besser, als fremde Worte es vermögen. Zusammen mit drei Brüdern wuchs er auf, zwei jüngeren, Martin und Otto, und einem älteren, Konrad. Die beiden ersteren kämpften und starben gleichfalls für Deutschland. Otto Flex fiel im September 1914 neunzehnjährig als Leutnant in Frankreich. Martin Flex starb als Oberleutnant der Reserve am 21. Februar 1919 an einer Rippenfell- und Lungenentzündung im Städtischen Krankenhaus zu Hannover. Vor Antwerpen schwer verwundet, kehrte er geheilt an die Front zurück und kämpfte weiter, bis ihn im September 1918 im Felde die Krankheit ergriff. Noch auf dem Krankenbette war er mit der Herausgabe des »Wolf Eschenlohr« beschäftigt und las die Druckbogen des Werkes, dessen Erscheinen auch er nicht erleben sollte. Der Vater starb im Juli 1918. Walter Flex besuchte zunächst die Vorschule und dann das Karl-Friedrich-Gynmasium zu Eisenach, an dem er Ostern 1906 das Abiturientenexamen bestand. Schon in seiner Kindheit zeigte sich sein tiefes Gemüt und seine dichterische Begabung. So schrieb der Elfjährige ein Gedicht auf den Tod des Fürsten Bismarck. Während des Burenkrieges nahm der Knabe mit glühender Leidenschaft für die Buren Partei und

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