Kapitel 1
# Kapitel 1
Lisa-Mari kam nur langsam wieder zu sich. In ihrem Kopf schien sich ein ganzes Schlagzeug-Ensemble auszutoben, so hämmerte und dröhnte es darin. Sie konnte nichts sehen, war sich aber nicht sicher, ob es daran lag, dass es dunkel war, ihre Augen nicht recht funktionierten oder sie sie einfach nicht aufbekam. So wie es sich anfühlte, lag sie mit dem Rücken auf einer harten Unterlage, möglicherweise Fels. Als sie vorsichtig die Arme bewegte, durchschoss ihren Rücken ein scharfer Schmerz, der schnell wieder nachließ. Sie drückte die Hände fest auf ihre Augen, fühlte, wie sie reflexartig die Lieder schloss, und drückte weiter, bis sie bunte Sterne sah. Gut, ihre Augen waren offen gewesen, und sie schien auch noch sehen zu können.
Wo war sie? Was war geschehen? Sie atmete tief durch, dann machte sie ein paar Atemübungen, die sie beruhigen sollten. Sie hielt nicht viel von dem esoterischen Geschwätz von Chakren und Energieflüssen, mit dem manche Besatzungsmitglieder sie mit fast schon religiösem Eifer nervten, wohl aber schätzte sie als Sängerin seriöse Entspannungs- und Atemtechniken, die Lampenfieber genau so senken konnten wie die aufkommende Panik, die sie gerade spürte. Und tatsächlich: Nach kurzer Zeit hatte sie sich soweit beruhigt, dass sie sich ihrer Situation stellen konnte. Wie war sie hierhergekommen?
Das Schlagzeug in ihrem Kopf war vom *fortissimo* zu