Chapter

Wirkung in die Ferne

Ich hatte mich vor ein paar Jahren aus der Stadt in ein Jägerhaus geflüchtet, das, eine halbe Stunde von einem See, mitten im Walde gelegen war. Ich war ganz allein; den Jäger bekam ich oft tagelang nicht zu sehen und hatte nur mit einem trübsinnigen alten Weib zu tun, das ihm die Wirtschaft führte und mich mürrisch bediente. Meistens lag ich vor dem Hause, etwas seitwärts vom Wege, unter einem großen Baum, spielte mit den Hunden oder konnte auch stundenlang in einer merkwürdigen inneren Dämmerung, ohne eigentlich zu schlafen, doch träumend und wie in einem schweren Rausch von allerhand Gestalten seltsam wirr bedrängt, durch die Zweige hinauf ins Blaue sehen. Diesen Sommer begab es sich, daß es fast nie regnete, sondern eine Reihe der reinsten Tage war, nur zum Erdrücken heiß, so daß ich oft, im Schatten und ohne mich zu regen, von der bloßen Luft ganz müde und beängstigt wie auf einem langen Marsche wurde, so schwül und fast drohend war sie. Dann kroch ich wohl bisweilen zum See hin, badete, legte mich ins Boot, um zu trocknen, wo denn wieder das Blaue über mir war, sprang noch einmal ins Wasser, ließ mich auf dem Rücken treiben, wenn gegen Mittag sich der leise Wind erhob, und so verging mir in einem untätigen, doch manchmal geheimnisvoll erregten Zustande die Zeit. Da fiel mir eines Tages ein, einmal in die »Lucke« hinaufzusteigen. So heißt ein Geröll am Abhange des Berges,

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