Chapter

Vorrede

Als ich an einem warmen Septembertage im Garten meines Landhauses zu Bad Saarow, das damals noch den Namen Saarow-Pieskow trug, allein in dem kleinen Pavillon saß, vor dem das sommerliche Grün der Blätter sanft ins Rotbraun des Herbstes spielte, sah ich auf der Straße, dem breiten Kronprinzendamm, eine Frau von mittleren Jahren erregt auf und ab gehen. Die Frau schien mit einem Entschlusse zu kämpfen. Endlich trat sie in meinen Garten, kam zu mir in den Pavillon, zog ein längliches Paket unter ihrem weiten Mantel hervor, und sprach, indem sie den Packen vor mich auf den runden Kiefernholztisch legte, mit bebender Stimme:» Erfüllen Sie den Wunsch einer Toten. Wir waren alle verrückt.«Ohne Gruß verließ die Erregte den kleinen Pavillon. Aber bevor ich mich von meinem Staunen so weit erholen konnte, daß ich an das Öffnen des Päckchens dachte, war sie umgekehrt. Wieder trat sie zu mir heran. Ein unverständliches Gemurmel, das wohl als eine Entschuldigung zu deuten war, und die Frau öffnete das Paket. Es enthielt eine Mappe aus fremdartigem, seidig glänzenden Gewebe. Die Frau entnahm der großen, seidig glänzenden Mappe ein dickes Bündel beschriebener Papiere. Das legte sie vor mich hin. Die Mappe nahm sie an sich, wandte sich zum Gehen, versuchte noch einmal zu sprechen, aber die Stimme versagte ihr. Endlich sprach sie. Sie wiederholte den kurzen Satz von vorhin:» Wir waren alle

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