Erstes Buch
Es war einige Tage vor dem Christabend 174– als Benedikt Meister Burger und Handelsmann zu M–, einer mittleren Reichsstadt, aus seinem gewöhnlichen Kränzgen Abends gegen achte nach Hause ging. Es hatte sich wider die Gewohnheit die Tarok Partie früher geendigt, und es war ihm nicht ganz gelegen, daß er so zeitlich in seine vier Wände zurückkehren sollte, die ihm seine Frau eben nicht zum Paradies machte. Es wäre noch Zeit bis zum Nachtessen, und so einen Zwischenraum pflegte sie ihm nicht mit Annehmlichkeiten auszufüllen, deswegen er lieber nicht ehe zu Tische kam als wenn die Suppe schon etwas überkocht hatte. Er ging langsam, und dachte so dem Burgermeister Amte nach, das er das letzte Jahr geführt hatte, und dem Handel, und den kleinen Vorteilen, als er eben im Vorbeigehen seiner Mutter Fenster sehr emsig erleuchtet sah. Das alte Weib lebte, nachdem sie ihren Sohn ausgestattet, und ihme ihre Handlung übergeben hatte, in einem kleinen Häusgen zurückgezogen, wo sie nun vor sich allein mit einer Magd bei ihren reichlichen Renten sich wohlbefand, ihren Kindern und Enkeln mit unter was zu Gute tat, ihnen aber das Beste bis nach ihrem Tode aufhub, wo sie hoffte daß sie gescheuter sein sollten, als sie bei ihrem Leben nicht hatte sehen können. Meister war durch einen geheimen Zug nach dem Hause geführt, da ihm, als er angepocht hatte, die Magd hastig und geheimnisvoll die Türe