Chapter

Vorbemerkung.

In der vorliegenden Darstellung der treibenden Kräfte, wie sie in der Vorgeschichte des Weltkrieges erkennbar geworden sind, hat die Rücksicht auf den knappen Raum mich zur Beschränkung auf die Urheber in Ost und West gezwungen. So reizvoll es gewesen wäre, die Entstehung und Lösung der Balkanwirren in ihren wechselnden Verbindungen zu überleuchten, und so beachtlich sicherlich die Einflüsse der schönen und klugen Töchter des alten Woiwoden aus dem Hause Petrovic Njegos bleiben, so verschwindet alles das doch gegenüber der entscheidenden Bedeutung der weltbeherrschenden Einflüsse, die sich unter Englands Führung gegen uns verschworen haben. Zudem geht es in diesem gewaltigsten aller Kriege der Geschichte um andere Fragen als die Weidegründe der montenegrinischen Hammel oder die zerronnenen großserbischen Träume. Klar und unzweideutig geht es um die Schicksalsentscheidung zwischen den Schaffenden und den Raffenden. Mit Fug und Recht hat der Erste Lord der britischen Admiralität, Sir E. Geddes in seiner Unterhausrede Ende Oktober 1917 ausgesprochen: »daß es zu einer entscheidenden Prüfung über die Entschlossenheit und die geistigen Fähigkeiten zwischen den streitenden beiden Mächten kommt.« Und nicht minder deutlich hat Großadmiral von Tirpitz den Sinn dieses unerbittlichen Entscheidungskampfes dahin gekennzeichnet, »er gehe um die Selbstbehauptung und um das Durchsetzen der

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