Der-Schirm-Der-Falsch-Regnete
Pim hatte eintausendsechs Schirme geflickt, und nicht ein einziger hatte je von innen geregnet — bis zu dem Morgen, an dem er den grauen fand.
Er reiste mit dem Wetter, was heißen soll: schlecht, in einem Karren, der knarrte wie ein alter Witz und alles enthielt, was ein Schirmflicker braucht: Fischbeinrippen und Bambusrippen, gewachste Seide in neun Farben, eine Dose mit winzigen Messingnieten, die er mehr liebte, als vernünftig war, und einen Kessel. Er ging dorthin, wohin der Regen ging, denn der Regen ist, wo Schirme zu Schaden kommen, und ein Mann, der sie wieder herrichten kann, ist am Ende immer willkommen. Er war ein kleiner Mann mit großen Taschen und der besonderen Fröhlichkeit dessen, der beschlossen hat, sich an Dingen mit Absicht zu erfreuen.
Der graue Schirm steckte ganz unten im Trödelkorb eines Stands zwischen einem einbeinigen Hocker und dem Porträt von irgendjemandes Tante. Es war der reumütigste Gegenstand, den er je gesehen hatte — farblos, herabhängend, sein Griff glatt gerieben von einer längst vergangenen Hand. Die Standbesitzerin überließ ihn ihm zum Preis, ihr Tor zu richten, was Pim pfeifend tat.
Er öffnete ihn in jener Nacht in seinem Karren, um die Rippen zu prüfen, und es regnete auf ihn.
Kein Wasser. Oder — Wasser, ja, ein sanfter, warmer Niesel, der aus dem Bezug fiel, aus dem Nichts, und drinnen unter der Kuppel niederprasselte —, doch der