Chapter

I. Exposition.

1. Propst Fabian an Gertrud Hartwig-Hellmuth. X. 1. März 1870. Liebes Kind! Ich kann Dir nicht länger verbergen, daß ich Deines Vaters wegen in Unruhe bin. Sein letzter Brief an mich war datiert »Tahiti, 25. Februar 1869.« Er wollte von dort, wie Du weißt, durch die Magelhaensstraße, über Brasilien und Westindien nach Europa zurückkehren. Hat er Euch etwa neuerlich geschrieben? Ich weiß zwar wohl, seine Reiselaune ist ein rasch wechselndes, springendes Ding; aber – kurz, ich sorge mich um ihn. Habt Ihr Kunde von ihm, so teile sie mir ungesäumt mit. Ich kann leider noch nicht in meine stille Rothenfluher Klause zurückkehren. Die noch dazu ziemlich unerquicklichen Geschäfte des Landtags halten mich länger in der Hauptstadt fest, als ich anfänglich besorgte. Warum ließ ich mich auch von Deinem Manne bestimmen, die Wahl anzunehmen? Der Schlaue hat es gar hübsch zu machen gewußt, daß eine Bürde, die, wie Dir wohlbekannt, eigentlich für seine Schultern bestimmt war, auf die meinigen geladen wurde. Was macht er? Immer rüstig und tüchtig und hellauf, wie es von jeher seine Art gewesen? Und Eure beiden Kleinen, die den armen unsteten Wanderer von Großvater noch nicht gesehen haben? Tante Hildegard dürfte mir wohl auch mitunter schreiben. Grüße, sie und Deinen braven Hermann recht herzlich von mir ... Beigeschlossen send' ich Dir einen Brief, an dessen Schreiber Du Dich vielleicht wirst

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