Chapter

Erstes Buch

I. An Tullus. Cynthia hat, sie zuerst, mit den Äugelein ach! mich erobert, Mich, den zuvor niemals einige Liebe berauscht. Da, da hat mir gesenket den Blick standhafter Verachtung Und auf das Haupt mir gestellt Amor den drückenden Fuß; Bis er mich hassen gelehrt die allzu sittsamen Mägdlein, Und, o der Schalk! rathlos leben und ohne Bedacht. Ja, schon dauret die Wut mir unablässig ein Jahr lang; Da doch dulden ich muss feindlicher Götter Gewalt. Durch ausharrende Mühe hat Milanion endlich, o Tullus, Doch Atalanta's hartherzige Strenge gebeugt. Denn bald irrt' er betäubt in Parthenions Felsengeklüften, Und rauhborstiges Wild ging er zu spähen umher; Bald sogar von Hyläus mit mördlichem Aste geschmettert, Seufzet' er, schwimmend in Blut, auf den arkadischen Höhn. Dadurch konnt' er bezwingen der hurtigen Jägerin Starrsinn. So viel mag in der Lieb' eifriges Flehen und Thun. Mir nur träge besinnt auf keinerlei Künste sich Amor; Ja er vergisst, die er kennt, vorige Wege zu gehn. Ihr denn, die ihr den Mond durch teuschenden Zauber herabzieht, Und auf magischem Herd' Opfer zu weihen euch müht: Siehe, wohlan! nun strebet, den Sinn mir zu lenken der Herrin! Schaft, dass ihr das Gesicht mehr noch erblasse, denn mir! Dann möcht' eurer Gewalt ich vertraun, dass Stern' ihr und Ströme Durch des cytäischen Banns Laute zu ziehen vermögt. Ihr auch, die ihr zu spät dem Strauchelnden rufet, o

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