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Verzweiflung und Weihe. Eine Nachterscheinung. Canzone

Eine Nachterscheinung. Canzone.1828. Ein wilder Geist durchrauscht die güldnen Saiten, Das kühne Lied aus voller Brust zu singen Drängt mich ein Gott. Zum Aether hoch erhoben Will ich ich überkühnen Muthes breiten Weit über Wolken unversuchte Schwingen Sich als den Sohn Apollons zu erproben In lustigen Räumen droben, Bestieg einst Phaeton den Sonnenwagen, Der Flammenrosse Hügel zu erfassen. Das Leben mußt' er lassen, Doch konnt' er, solch Beginnen auch zu wagen, Nur ächtes Götterblut im Herzen tragen. »Mag mir der feige Haufen Warnung rufen, Den hohen Ursprung will ich nicht verläugnen, Und dürft' ich auch nur stürzend ihn bewähren, Schon steh’ ich auf des Tempels ersten Stufen, Mein angestammtes Recht mir anzueignen Soll mir kein Wächter und kein Priester wehren!« So rief er, seinen Lehren Folg' ich, wie Bess're schon, zu jenen Hallen, Denn schöner ist es, zum Olymp zu dringen, (Ob mit gebrochnen Schwingen Auch von der lichten Himmelshöh’ mir fallen,) Als niedern Sinnes durch die Ebne wallen. Ein Fremdling werd’ ich stets auf Erden bleiben, Von Wenigen nur umgeben und verstanden, Doch diese werden liebreich mich umfangen, Nicht deutelnd all mein Sinnen und mein Treiben. Und Du auch, der Natur, mit starken Banden Vereint mein Herz, Dein mütterliches Bangen Entfärbe nie die Wangen, Siehst Du mich ungestüm durch’s Leben eilen, Mir Lorbeern oder Palmen zu erkämpfen. Hienieden kann

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