Chapter

Wer steht, der sehe zu, auf daß er nicht falle

Es herrschte die volle Stille und Dunkelheit der Nacht. Auch das Schloß lag still und dunkel da. Kein Fenster in dem großen schönen Gebäude war erleuchtet; kein Laut drang aus seinem Innern heraus. Eben so lautlos und tief finster war es rund umher, auf dem weitläufigen Hofe, in dem Parke, der unmittelbar hinter dem Schlosse nach allen Seiten sich weit ausdehnte. Nur an einer einzigen Stelle sah man Leben und Bewegung. Ein Nebenpförtchen an der Rückseite des Schlosses führte vermittelst einer kleinen schmalen Freitreppe in den Park. Oben auf der Freitreppe stand eine Mannesgestalt. Der Mann hatte sich an den Pfosten der Thür, fast in die Thür, hineingedrückt. So konnte, wer auch nahe vorbeikam, ihn in der Dunkelheit nicht gewahren. Er stand wie auf Wache, er wartete auf etwas. Er war zuletzt ungeduldig geworden. Da bewegte er sich, aber vorsichtig, leise, unhörbar. Er lauschte durch die Thür nach innen; er bog den Kopf vor, um oben nach einem Fenster hinauf zu sehen. Die Fenster blieben dunkel. Aber im Innern des Gebäudes mußte er etwas gehört haben. Er trat einen Schritt weit aus der Thüre heraus. Im Augenblicke nachher hörte man in der Thür sich leise einen Schlüssel drehen. Der Mann trat zu ihr zurück. »Amalie!« flüsterte er. Die Thür wurde von innen geöffnet. Eine Frauengestalt trat hervor, schnell, rasch, eilig. »Endlich!« sagte sie. Sie ergriff die Hand des Mannes. Sie

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.