Erstes Buch
Es ging auf den Abend. Alexis Abramowitsch stand auf dem Balkon. Er konnte sich von einem zweistündigen Mittagsschlafe noch immer nicht erholen. Träge öffneten sich die Augen und von Zeit zu Zeit gähnte er. Da erschien der Diener mit einer Meldung. Aber Alexis Abramowitsch hielt es nicht für nöthig, ihn zu bemerken, und der Diener wagte es nicht, seinen Herrn zu stören. So vergingen zwei, drei Minuten. Nach Verlauf derselben fragte plötzlich Alexis Abramowitsch: »Was willst du?« »Während Euer Excellenz zu schlummern geruhten, ist der Hauslehrer, den der Doctor engagirt hat, hier angekommen.« (Was hier eigentlich zu setzen ist, ein Fragezeichen oder ein Ausrufungszeichen, das haben die Umstände nicht entschieden.) »Ich habe ihn in das Zimmer geführt, in welchem der Deutsche wohnte, den Sie fortzujagen geruhten.« »Was!« »Er bat mich, es Euer Excellenz zu sagen, wenn Sie zu erwachen geruhten.« »Ruf ihn her.« Und das Gesicht des Alexis Abramowitsch ward würdevoller, majestätischer. Nach einigen Minuten erschien abermals der Diener und meldete: »Der Hauslehrer ist da.« Alexis Abramowitsch bewahrte Schweigen, dann sah er den Diener drohend an und sprach: »Hast du vielleicht Mäuse im Munde, du Dummkopf, – he? Muffelt, daß man kein Wort versteht.« »Uebrigens,« setzte er, ohne eine Wiederholung abzuwarten, hinzu: »rufe den Hauslehrer her,« und dann nahm er sofort Platz. Ein junger