Wer hilft?
Aufzeichnungen eines entlassenen Sträflings (Dienstag) Ein geckiger Schriftsteller mit dem Hund seiner Geliebten an der Leine trat in die Schreibstube für Stellenlose. Er habe da, wie er dem Vorsteher mitteilte, die sehr interessanten Memoiren eines »geborenen« Verbrechers und Doppelmörders. Seien ihm unter Wahrung des Geheimnisses anvertraut worden. Zwecks Verwendung zu einer Preisarbeit. So, wie es vorliege, ein zwar wenig brauchbares Material. Weil es zu grobe und trostlose Wirklichkeiten ausweise. Nach Stil und Orthographie müsse der Zuchthäusler auf niedrigster Stufe stehen. Das lasse sich aber schon deichseln. Endlich trügen die blauen Küchenheftchen derartige Abdrücke von fettigen oder sonstwie versalbten Fingern, daß er eine saubere Reinschrift besitzen müsse, bevor er etwas anzufangen vermöge. Wäre ich nicht auf die Schreibstube nach Arbeit ausgegangen und die nämliche Preisnovelle ein von mir auserkorenes Ziel, auf das meine sämtlichen Handlungen hinblicken, jene Notizbücher der Nummer 342, die man mich abschreiben hieß, müßten für mich nicht als Zufall gelten. Demnach ist nicht das Zufällige unwahrscheinlich, womit ich meinen Bericht beginne, sondern bin höchstens ich schöpferisch ungeschickt, wenn ich es trotzdem verwerte. Der Schriftsteller, der geckige, wird in seiner Weise die Geschichte des 342 in Druckerschwärze kleiden. Er wird es sich erdichten, wie ihn zum