Chapter

Erstes Kapitel

»Hu – ja– ahahaha!« Alle guten Geister, das war einmal ein Gähnen, abgründig, urweltlich; das klang wie das Heulen des Höhlenbären oder sonst eines Urviehs, wie das Wiehern irgend 'nes Hünen- oder Geisterrosses, vom Schlage jenes Wetterhengstes etwa, den der wilde Wode im Sturmgewölk reitet. Dazu reckten und streckten sich ein Paar Arme lang in die blaue Finsternis hinein, Arme mit zwo Fäusten als Klöppeln daran – Fäusten ... Und die Sehnen knackten, und es krachte in den mächtigen Arm- und Schulterngelenken des Ungefügen, dazu gab's ein Geschnauf und Gestöhn und Gepruste, und zum Schluß dann ein wohlig Koboldlachen, davon ein erschrockener Widerhall durch die Felsennacht rollte, und eine Stimme, rauh und unhold, schrie ins blaudunkle Ungewisse hinein: »Potz Blaufeuer! Das war mal ein Schläfchen! Was hat's denn geschlagen auf der Weltenuhr?« Dann war's still, irgendwo in fernen, finsteren Winkeln klang's wie Wispern und Tuscheln. Dann hub das gähnende Unwesen im Vordergrunde noch einmal an – wahrlich, hätt' sich dergleichen unterm lichten Himmel aufgetan, der liebe Mond hätt' sich in die dicksten Wolken verkrochen vor Angst! Und dann war's wieder still. Der also eindrucksvoll erwachte Rübezahl verschränkte die Finger in Nacken, die gewaltigen Arme wie zween Henkel abgewickelt von dem wunderlichen, strobeligen Riesenhaupte, grunzte behaglich und genoß noch ein Weilchen die

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