Auf der Flucht nach der Stille
Ich lachte laut auf. Mochten sie hundert Boten senden, sie würden mich nicht finden; mochten sie tausend Briefe hinter mir herschicken, sie würden mich nicht erreichen. Der elektrische Funke selbst würde mich nicht einholen. »'s geht a bissel sachte - der Fuchs is gutt - aber der Weg is halt ziemlich miserabel.« »Es geht großartig, Herr - Herr - « »Herr Sternitzke Franze!« »Richtig! Herr Sternitzke! Ich hatt's schon wieder vergessen. Es geht großartig, Herr Sternitzke!« Und weiter ging die Flucht mit einer Geschwindigkeit von drei Kilometern pro Stunde. Von Minute zu Minute wuchs meine Sicherheit und damit meine Freude. Herr Sternitzke in meiner kleinen Droschke rauchte so ungeheuer, und die Räder rasselten so laut und schlugen so wahrnehmbar, daß ich die Empfindung hatte, ich säße in dem Wagen eines Eilzuges, der mich mit rasender Schnelligkeit von dannen beförderte. »Es ist hübsch von Ihnen, Herr Sternitzke, daß Sie mich selber von der Bahn abgeholt haben. Ich dachte, Sie würden einen Knecht schicken.« »Nee,« sagte Sternitzke, »'n Knecht schick' ich grundsätzlich nich; denn erstens sagte der Oberförster, ich soll alleene fahr'n, und zweetens scheut der Fuchs vor der Bahne, und drittens hab ich gar keen' Knecht nich!« »Aha! Das seh' ich ein! Da ist also der Herr Oberförster auch auf mein Wohl bedacht?« Herr Sternitzke lächelte. »Och nee,« sagte er, »das grade nich; a is halt