Vorwort
»Unser aller Tun ist Säen und unser aller Erleben Ernten.« Altägyptischer Spruch Das Buch ist die Beichte einer reichen Frau, deren Ehe mit ihrem Reichtum und an ihm zerfiel. Hinter einer weltlich glänzenden Persönlichkeit steht eine eigentlich schlichte und nachdenkliche Wesenheit, mit einem Blick für die Menschen ihrer Umwelt, dem sich ein besonderer Sinn für die Natur verbindet. Hier ist das geheimnisvolle Mitleben eines Menschen mit der Erde, im Banne des Werdens und Vergehens ein glaubwürdiges Doppelleben, nicht romanhaft, Weltdamentum und geistige Sehnsucht, die Träume eines Herzens verbinden sich zu einem ewigen Suchen. Vergebens klopft die Verderbtheit eines schillernden Daseins hier an, wo sich natürlicher Geschmack von allem Übertriebenen wendet, auch im Genießen, das hier das einzige Ziel einer Ehe sein soll. Früh wird ein soziales Gewissen lebendig, angesichts des Lebensbechers, der aufdringlich überschäumt. Früh neben einem Gatten, der eine junge Frau nur als Dekorationsstück und Anziehungspunkt für höhere Kreise sehen will, inmitten eines verrotteten Gesellschaftstreibens eine traurige Liebe, die sich in einsame Schwermut auflöst. Unerbittlich enttäuschen die Menschen, die man vom Standpunkt eines solchen Gesellschaftslebens sieht. Die Frau schildert sich, indem sie von anderen spricht und erzählt. Sie schlägt Töne an, die ihr selbst nicht bewußt sind. Zu einer