Zu Straßburg auf der Schanz
Am späten Nachmittag kam der Reiter an den Rand des Waldes, und er sah unter sich ein Tal liegen, das schwamm im milden Spätlicht, und das Tal öffnete sich weit und mit sanften Hängen zur Ebene hin, und die Ebene breitete sich in goldenem Dufte vor ihm aus. Ein kleiner Fluß mit braunem Wasser floß durch das Tal in die Ebene hinaus, und eine steinerne Brücke wölbte sich über den Fluß, und an seinem Ufer, in der Nähe der Brücke, lag eine alte hölzerne baufällige Mühle und wenige ärmliche strohgedeckte Hütten, ein paar breite Fischkutter lagen still mit gefalteten Segeln am Ufer, die braunen Flügel der Mühle standen auch still in der blauen Luft, am Mühlenteich saß ein Junge und angelte, Schwäne schwammen auf dem Mühlenteich, und der Nachmittagsschein lag golden auf der steinernen Brücke und dem Mühlenflügel und den herbstlichen Bäumen und Büschen. Hellblau und klar stand der Himmel über dem weiten Tal, gereinigt und erfrischt durch ein abziehendes Gewitter, mit langen silbergrauen Wolkenstreifen, und dort, wo der Himmel am hellsten war und am durchsichtigsten, auf der letzten Bergspitze, stand eine Burgruine dunkelklar vorm kühlen Blau. Der Reiter ritt langsam in das Tal hinunter, er hatte einen roten Mantel und einen großen 8 schwarzen Hut, und ritt über die Brücke und auf die Mühle zu. Die Tür zur Mühle stand offen, der Reiter klopfte an die offene Tür, und als niemand sich