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Von einer armen Frau zu Köln am Rhein

In der Werkstatt rührten und regten sich in emsigen Händen die rauschende Säge, der schleifende Hobel, der klappernde Hammer, über dem Kohlenbecken schwamm, von der Glut flüssig erhalten, der Leim in seiner Pfanne, Bohrer und Meißel gruben sich in das Innere der Klotze und Dielen, knarrende Holzschrauben preßten zwischen ihre Bügel frischgeleimtes Schreinwerk, um den zähen Kitt im Erkalten sich befestigen zu lassen, daß er treulich bewahre und halte, was des Werkmanns kluge Hand zusammengefügt, und in einer Fensternische legte der kunstreiche Meister selbst die letzte Hand an das zierlich verschlungene Schnitzwerk des Rahmens für eine Schranktüre von Eichenholz, deren einen vollendeten Flügel der Lehrbube neben ihm mit der dunkeln Beize überpinselte. Überhaupt ging Alles und Jedes hier wie am Schnürchen, denn in der Stadt zu Köln am Rhein war kein Schreiner über den wackern Meister Melchior Winstabel in der Sterngasse, der mit seinen zahlreichen Gesellen Wiegen und Särge verfertigte, und was außerdem noch zwischen der ersten und der letzten Lagerstätte seine Kunden von hölzernem Hausrat etwa bedurften: Tische und Stühle, Truhen und Schranke, Türen, Feusterrahmen, Laden, Getäfel und sonstiges Schreinwerk, welches er Alles mit großem Aufwand von Kunst und Fleiß auf’s Zierlichste ausschnitzte, so daß er manchen Bildhauer an Geschicklichkeit weit übertraf, wie schon die Arbeit

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