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I. Noch gar mancher alte Zopf wird im lieben deutschen Vaterlande getragen. Einer der längsten und steifsten davon ist der leidige Zunftzwang. Auf keine der überlieferten Einrichtungen unserer Väter paßt in so vollem Maße des Altmeisters Goethe Ausspruch: »Weh dir, daß du ein Enkel bist!« Bei keiner andern sind in ausgedehnterem Maße »Vernunft Unsinn und Wohlthat Plage« geworden, zu einer Plage, welche an manchen Orten vom innersten Mark des Lebens zehrt und den allgemeinen Wohlstand mit Schwindsucht bedroht. » Denkt euch zum Beispiel ein Land, dessen Grenzen sich einem leidlich freien Handelsverkehr geöffnet haben, während im Innern die Gewerbe noch in den vorsintflutlichen Banden liegen, so daß sie, weil sie sich nicht regen und entwickeln können, auch nicht im Stande sind, mit den Erzeugnissen der Fremde wetteifernd in die Schranken zu treten, obschon sie in jedem Falle Fracht und Zoll, und in einzelnen Fällen sogar den leichteren Bezug der Rohstoffe voraus haben. Um zu berechnen, was daraus entstehen muß, werdet ihr schwerlich bei Adam Smith — dem Adam der zur Wissenschaft ausgebildeten Volkswirtschaftslehre euch Raths zu erholen brauchen, noch nöthig haben, die lange Reihe seiner deutschen, britischen und französischen Nachfolger zu befragen. Die Schlußfolgerungen liegen auf der Hand. Aber einbilden mußt ihr euch nicht, daß die Kämpfe gegen den schädlich gewordenen Zwang