Chapter

Einleitung

Vom „chinesischen Islam“ soll hier gesprochen werden. Nicht vom „Islam in China“. Der schlösse die Muslime von Hsin-chiang, der „neuen Grenze“, d. h. der Provinz Chinesisch Turkestan, in sich. Die sind Türken. Hier handelt es sich um Muslime, die Chinesen sind nach Sprache und Denkart. Über den chinesischen Islam gab ich eine kurze Übersicht in dem Artikel „China“ der Enzyklopädie des Islam I, 875—890. Diese Arbeit ist gegliedert in einen geographisch-historischen Teil und einen soziologischen Teil, in welchem ich die Betätigungen der chinesischen Muslime nach den gruppenbildenden Momenten im Geschlechtsleben, völkischen Leben, Wirtschaftsleben, Vorstellungsleben und staatlichen Leben ordnete. Seit der Abfassung jenes Artikels ist viel neues Material erwachsen, namentlich für Darstellung des Vorstellungslebens. Ich gebe hier eine Umarbeitung des Abschnittes darüber nach den Studien, auf denen mein kurzer Vortrag auf dem Religionskongreß in Leiden 1912 über „Religiöse Bewegungen im chinesischen Islam“ beruhte (kurzen Auszug s. in Theol. Lit. Zeitung 1912 Sp. 699 f.), und nach den Vorarbeiten zu meiner Schrift „Zur Geschichte des Islam in China“ (in dem von R. Stübe herausgegebenen Serienwerke „Quellen und Forschungen zur Erd-und Kulturkunde“, unter der Presse). Diesem besonderen Teile, „Zur Geschichte des religiösen Lebens der chinesischen Muslime“, schicke ich eine historische

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