Vom betrunkenen Sackpfeifer
Ein kreuzbraves Weib ist sie geworden, die Bachhueberische Pepi, obschon Mutter und Vater ganz nichtsnutzig waren und sie einen Taugenichts, den Gärtner Augustin in der Rosenlucke, zum Mann bekommen hat. Für den Vater konnte sie nichts, und für den Mann schier noch weniger, den hat sie nehmen müssen, die arme Haut. Der Vater war einer von der Stadt-Quardia, die ihre Losamenter auf den Basteien gehabt hat, um desto bequemer Wall und Graben hüten zu können. Aber die Herren Stadtsoldaten haben die Bequemlichkeit und des Ortes Gelegenheit ganz anders verstanden. Nachdem etlichen von ihnen nämlich vergönnt worden, für ihre Kameraden auszukochen und den Wein eimerweis, aber nur beim Wirth, holen zu lassen, fingen sie unter solchem Deckmantel förmlich zu wirthschaften an, erst heimlich, dann öffentlich ohne Scheu. An Zulauf fehlte es ihnen nicht, denn da kein Rumorknecht die Basteien betreten durfte, weil sie den städtischen Söldnern zur Obhut anvertraut waren, so ward der Gärtner zum Bock, alles lose Gesindel zog den Kneipen zu, und mit dem Gesindel mancher Mann oder Sohn aus ehrsamen Bürgershäusern. Die zünftigen Wirthe schrien Ach und Wehe, Mütter und Eheweiber Zetermordio. Eine der berüchtigsten unter allen den verrufenen Kneipen war im Losament des Bachhueber, der selber einen seiner besten Gäste vorstellte. Auch des Bachhuebers Weib gehörte nicht zu denen, deren Ruhm besonders