Chapter

Volkesstimme

Im Zwielichte des Abends mitten in einer Heide, in wildfremder Gegend sich verirren, nicht wissen, ob man, um wieder auf den rechten Weg, um wieder zu Menschen zu kommen, rechts oder links, vorwärts oder rückwärts gehen muß, Niemanden sehen, der Einem das sagen kann – es ist für einen Reisenden eben keine angenehme Lage. Ich war in der Lage. Schon seit einer halben Stunde war ich in der Heide gefahren, und noch war das Ende der kahlen Fläche nicht zu sehen, auf der nur Heidekraut und nur hin und wieder eine kleine verkrüppelte Fichte stand. Desto mehr Wege waren zu sehen; aber eine befahrene Landstraße war nicht darunter. Es gab freilich überhaupt in der Gegend keine Landstraße, in der ich hätte weiter fahren können oder müssen. Nur Wege, die kreuz und quer durch die Heide liefen, auf denen die an diese grenzenden Bauern des Jahres ein paar Mal Torf oder Plaggen oder Holz von drüben holten, lagen vor, neben und hinter mir. „Hole der Teufel eine solche Heide, Herr!“ fluchte mein Kutscher unwillig. „Kommen wir damit weiter, Kutscher?“ „Und heute Morgen sind wir gar nicht hierher gekommen.“ Ich hatte eine amtliche Geschäftsreise gemacht und war auf dem Rückwege nach Hause. Der Rückweg sollte derselbe Weg sein, den wir am Morgen gekommen waren. Wir waren auch diesen Morgen durch die Heide gefahren, aber in dieser hatten wir uns jetzt verirrt. „Nein, Kutscher; heute Morgen fuhren

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