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Vorrede des Herausgebers

Vorrede des Herausgebers. Die Freundin Garve’s hat bey der Herausgabe dieser Briefe keine andere Absicht, als mit allen Freunden und Verehrern des guten Mannes ein kleines, ihr sehr theures Erbtheil von ihm zu theilen. Daß dieser Gedanke ihrem eignen Herzen und ihrer Gesinnung gegen ihren verstorbenen Freund wohlthun, ist sie gern geständig. — So wenig auch Garve’s gelehrter Nachlaß dadurch um ein Bedeutendes vermehrt werden mag, so kann doch auch der Gelehrte sich wohl dieser Briefe freuen; er sieht in ihnen den Geist blühen, von dem er die Früchte kennt und schätzt. Was man von Schriftstellern nicht heraus geben muß, sind taube Blüthen und unreife Früchte; von einem philosophischen Geiste ist die Blüthe so angenehm, als die Frucht stärkend; und wenn ein Mann etwas geworden ist — dann wird der Welt die Frage interessant: wie wurde er es? — Diese Briefe enthalten vielleicht manche interessante Data zur Beantwortung der Fragen: Wie war Garve, der Jüngling? — Wie früh war sein Geist gereift, gefaßt, in sich gegründet? — Wie wurde Garve, der Mann? — Wie entwickelte sich der Plan seines Lebens? — Wie wurde Garve, der Schriftsteller? — — Diese Briefe sind unmittelbar vor seiner Bearbeitung des Cicero geschrieben, und man kann sie in mehr als einer Hinsicht als einen Eingang in sein öffentliches schriftstellerisches Leben ansehen. So viel für diejenigen, die in diesen Briefen Garven,

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