An Claudine
Und eine Feder fällt Herab, daß diesen Tag Ich Sand und Mövenflug Damit beschreiben mag. Freiligrath. An Claudine. Mich aber treibt's, ein andres Land zu suchen, Und ein Columbus ist mein ahnend Herz. Robert Prutz. Mein Herz ist dunkel wie die Nacht, Die schon heraufzieht, dumpf und schwer; Ich hab' mein Leiden mitgebracht, Und trag' es an das große Meer. Da steh' ich nun und schau' hinaus – Hinaus vom letzten Dünenhang; Umtost von Wind- und Flutgebraus, Umglänzt vom Sonnenuntergang. Es glänzt vor mir ein Zauberland Mit Palmenthal und Kuppeldom, Und um der blauen Berge Rand Schlingt sich ein breiter Purpurstrom. Die Landschaft blitzt, und golden winkt Der Ferne süßer Dämmerschein; Die Welle spricht, indem sie sinkt Und steigt: O komm! O komm hinein! O komm hinein! Da drüben liegt, Da drunten Dein ersehntes Thal! O komm, so lange sich noch wiegt Auf uns'rem Schaum der letzte Strahl. Bring mit Dir Alles, was noch Dein; Erinn'rung, bis zum Letzten treu – Bring mit Dir jede Seelenpein, Und jeden Schmerz und Haß und Reu'! Was Du Dir nie vergeben hast – O bring' es mit, daß es versöhnt Die sel'ge Stätte Deiner Rast Als reifste Lebensfrucht verschönt. Und bring' die Lieb' auch – o vergiß, Vergiß sie nicht! Sieh' dort im Hain Des Goldgewölks, das halb schon riß, Soll Eure neue Wohnung sein. Doch eil' Dich, eil' Dich – sieh', schon bleich Und bleicher wird der Sonnenglanz; Und eilst Du