Die beiden Dichter (Erster Teil)
In der Zeit, in der diese Geschichte spielt, waren die Stanhopepresse und die Walzen zur Verteilung der Druckerschwärze in den kleinen Provinzdruckereien noch nicht zur Anwendung gelangt. Trotz der Spezialität, die Angoulême zum Pariser Druckereigewerbe in Beziehungen bringt, bediente man sich dort immer noch der Holzpressen. Die rückständige Druckerei verwendete dort noch die Lederbälle, die mit der Druckerschwärze bestrichen waren und mit denen einer der Drucker leicht über die Lettern fuhr. Die bewegliche Platte, auf der die Form mit den Lettern sich befindet, worauf der Papierbogen gelegt wird, war noch aus Stein und rechtfertigte somit ihre Bezeichnung. Die gefräßigen mechanischen Pressen haben heutzutage diesen Apparat, dem wir trotz seiner Unvollkommenheiten die schönen Bücher der Elzevier, Plantin, Alde und Didot verdanken, so sehr in Vergessenheit gebracht, daß es angezeigt ist, die alten Werkzeuge, für die Jérôme Nicolas Séchard eine abergläubische Zuneigung hegte, zu erwähnen, denn sie spielen ihre Rolle in dieser wichtigen kleinen Erzählung. Dieser Séchard war ein früherer Drucker, den die mit dem Satz beschäftigten Handwerker in ihrem Jargon einen ›Bären‹ nannten. Das Hin und Her der Bewegung, wie die Drucker vom Farbenbehälter zur Presse und von der Presse zum Farbenbehälter gehen, hat einige Ähnlichkeit mit dem Auf und Ab eines Bären im Zwinger, und so ist