Chapter

1. Kapitel

Kein Lüftchen regte sich. Der Meeresspiegel breitete sich glatt und unbewegt aus. Vom Vordersteven Bis bis zum Hintersteven regte sich Nichts auf der Jacht, deren weißes Segel, von den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne übergränzt, lose niederhing. Nur ein lebendes Wesen befand sich auf dem Verdeck, der Steuermann, der, den Arm um das nutzlose Steuer geschlungen, friedlich schlummerte. Mit jeder Minute nahm das Licht zu und mit ihm die Hitze, und noch immer schlummerte der Steuermann, die schweren Segel regten sich noch immer nicht und das Wasser umgab schlafend das Fahrzeug. Der ganze Sonnenball war über der Meereslinie sichtbar, als der erste Laut das Schweigen des neuen Morgens durchbrach. Aus weiter Ferne ertönte über den weißschimmernden Ozean der Schrei eines Seevogels und erweckte den Schläfer am Steuer. »Noch regt sich kein Lüftchen,« rief er gähnend. »Wie steht es mit dem Wind?« fragte eine blecherne Stimme von der Treppe herauf. Der Besitzer der Jacht erschien auf dem Verdeck. Es war, Roland Evers von der großen Levantefirma Pizzituti, Evers & Branca, achtunddreißig Jahre alt, ein untersetzter, breitschultriger Mann mit sonnengebräunten Gesicht, grauen Augen und schwieligen Händen, die deutlich verrieten, daß es eine Zeit gegeben hatte, in der er sich seinen Lebensunterhalt schwer erarbeiten mußte. Im Ganzen genommen schien er ein Mensch, dem man leicht Achtung

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