Chapter

Erstes Kapitel

Tief im grünen Herzen einer idyllischen Grafschaften Englands lag das Dorf Hedingham. Es war eine hügelige Gegend, und Hedingham lag in einem unregelmäßigen Thal, das kaum einen Morgen ebenen Landes aufzuweisen hatte. Obstgärten, Baumpflanzungen, Wiesen, Ackerland, alles war so bunt und wellenförmig, als wenn ein sturmbewegtes Meer plötzlich in festes Land verwandelt worden wäre. Geologen hätten hier ein reiches Feld der Forschung gehabt, die Einwohner von Hedingham bekümmerten sich aber nicht sonderlich um die Merkwürdigkeiten ihres Terrains. So lange Aepfel und Kirschen in ihren Gärten reiften, so lange in der Wirtschaft alles im gewohnten Geleise ging, so lange war Hedingham auch glücklich und zufrieden. Es war ein wohlhabend aussehendes Dorf, dem matt wohl die Prophezeiung machen konnte, daß es unter günstigen Umständen allmälig zur Stadt heranwachsen werde. Sie Aubrey Perriam, dem der größte Theil des Grund und Bodens gehörte, war ein reicher Mann und eher ein strenger als ein liberaler Herr. Die Häuser in ganz Hedingham waren alIe so weiß getüncht, als wenn sie eben erst, gestrichen wären, und Zäune und Gatter kannten keine fehlenden Lallen und loslassende Krammen. In Sir Aubrey’s, ziemlich häufig vorkommender, Abwesenheit überwachte seines Verwalters klares Auge das ganze Dorf und schwebte über der Bevölkerung wie der Blick der Vorsehung selbst. Nichts entging dem

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