Erstes Kapitel
Ich habe vorliegende Blätter einfach mit meinem Taufnamen überschrieben; denn wenn der Leser hinreichendes Interesse daran nimmt, sie bis zum Ende zu lesen, so wird er finden, welche Stellung ich jetzt, nach einem ereignisreichen Leben, behaupte. Um seine Zeit nicht über Gebühr mit vielen Einleitungsbemerkungen in Anspruch zu nehmen, will ich unverweilt mit meiner Geburt, Herkunft und Erziehung beginnen. Ich finde dies für nöthig; denn obschon vielleicht die beiden ersten Punkte beziehungsweise von geringem Belang sind, gewinnt doch der letztere eine wesentliche Bedeutung, da er den Leser auf viele Ereignisse in meinem spätern Leben vorbereitet. Außerdem möchte ich mir noch die Bemerkung erlauben, daß von Geburt und Abstammung viel abhängt und sie jedenfalls zu Vervollständigung eines Bildes gehören. Beginnen wir also mit dem Anfang. Ich wurde in Frankreich geboren. Mein Vater, der durch den jüngern Zweig einer Familie vom besten Blut zu der ancienne noblesse von Frankreich gehörte, war ein sehr schöner Mann, der Sohn eines alten Officiers und selbst Officier in Napoleons Armee. Bei der Eroberung Italiens hatte er in Reihe und Glied mitgefochten und allmälig sich zu dem Rang eines Rittmeisters aufgeschwungen, da er fortfuhr, den Napoleonischen Feldzügen zu folgen. Der Art, wie er sich bei verschiedenen Gelegenheiten auszeichnete, verdankte er die Gunst des Kaisers und das