Chapter

Zum Geleit

Im Jahre von Kurt Fabers Hingang hörte ich in San Francisco zum erstenmale von ihm sprechen. San Francisco, wo sich der Ausreißer fünfundzwanzig Jahre früher für ein Schiff anheuern ließ, das Wale schießen wollte im Meere nördlich von Amerika, wurde für ihn Schicksalsort. Denn dort entschied er sich, halb zufällig, halb gezwungen, für eine Reise, die, mochte sie die wohl schwersten Erfahrungen seiner Reisen und Fahrten in sich begreifen – dieses Buch berichtet davon –, trotz und vielleicht wegen dieser furchtbaren Erlebnisse nach einer Wiederholung verlangte: er kehrte, wie von einer inneren Stimme gerufen, in die auf dieser ersten Reise gequerten kalten Weiten Kanadas zurück, wo ihn im Schnee der Tod ereilte. Sein Schicksal bereitete sich dort vor in der Zeit, in der ich von ihm als einem unermüdlichen und kühnen deutschen Abenteurer an jenem südlicheren Orte bewundernd reden hörte. Was bewundert man? Einfaches. Den frühen Drang und Zwang, sich loszumachen aus den überfeinerten Verhältnissen unseres Lebens. Die Kühnheit, ohne Mittel davonzulaufen, unterzutauchen in die Welt der Bedürfnislosen. Die Fähigkeit, allein zu wandern, Weltwanderer zu sein mit dem Rucksack. Das Aushalten und die Unermüdlichkeit – die Treue zum Wanderstabe! In einem solchen Menschen muß die Kraft des Willens ebenso groß sein wie die des Gemütes und die des Geistes, soll er Bewunderung seiner Eigenart

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