Chapter

Unsichere Fundamente

Der wartende Postillon gab das zweite Signal für die noch zögernden Passagiere, und in der Thür des Posthauses erschien ein junger Mann in eleganter Reisekleidung, einen breiten Panamastrohhut über dem sonnengebräunten Gesichte, welches durch den leichten, tiefschwarzen Schnurrbart ein noch südlicheres Gepräge erhielt. „Mein Gepäck richtig untergebracht, Conducteur?“ fragte er, und in seinem Tone, wie in der Weise, den Kopf zu heben, lag, verbunden mit seiner ganzen übrigen Erscheinung, etwas, das an eine Lebensstellung mahnte, die sonst kaum eine Fahrt mit der ordinären Post erlaubt. „Alles in Ordnung!“ war die bereite Antwort, unter welcher der Reisende langsam in den innern Raum des Wagens stieg, während sich hinter ihm die Thür schloß. Auf dem Rücksitze hatten schon zwei andere Passagiere Platz genommen, in der einen Ecke ein ältlicher, dickbeleibter Mann, der sich bereits zum Schlafen anzuschicken schien; in der andern eine dicht verschleierte weibliche Gestalt. Einen einzigen kurz musternden Blick warf der Eingestiegene über seine Reisegesellschaft, dann nahm er, wie der Nothwendigkeit folgend, den leeren Vordersitz ein – im Coupé wurde die Stimme des Conducteurs hörbar, und fort rollte der Wagen über ein Pflaster so rauh, daß vor den einzelnen Stößen sich die Hand des weiblichen Passagiers aus der leichten Umhüllung streckte, um an der Wagenthür einen Halt zu gewinnen,

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