Chapter

Erstes Kapitel.

Die Mitglieder des Kegelklubs im Finkengaßl sind heute, nach den Sommermonaten, zum ersten Male wieder beisammen. Der berühmte Landschaftsmaler, Professor Anton Buchlehner, macht zuerst seinen Bruder Franz, der gleichfalls Künstler ist, sich aber keiner solchen Berühmtheit erfreut, und dann noch ein paar andere Herren auf den eben aufgestiegenen Mond aufmerksam, der wie ein mächtiger, leuchtender Teller über den Kastanien steht. Alle treten in den Garten hinaus, oder wenigstens unter die Tür und blicken zu dem freundlichen Gestirn empor. Ein leichter, etwas hüpfender Männertritt tönt auf dem kiesbestreuten Hauptweg vom Hause her. »Ich glaub' gleich, es ist der Degenhardt!« »Jesses ja, 's is der Uz!« »Nein, aber sowas, – daß der schon kommt, heut abend!« »Er is's ja gar nicht!« »Ja, was net gar, – ja freili is er's!« Da tritt auch schon hinter einem Boskett Doktor Ernst Degenhardt, genannt Uz, Direktor der Isarbank hervor. »Grüß Gott, meine Herren!« »Guten Abend, Doktor!« »Donnerwetter! Das heißt antreten, gleich das erste Mal!« Der so lebhaft von allen Seiten Begrüßte klopft der feschen Resi, die sichtlich erfreut ist, ihn zu sehen, auf die Schultern. »Also da sind wir wieder beisammen! Das heißt, noch hübsch klein beisammen!« – – – Er legt seinen eleganten, rehfarbenen Überzieher ab, in dem das seidene Futter schimmert. Auch seine übrige Kleidung ist hochmodern, bis herunter

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