Die Tannhäuser-Partitur
Abgespannt und doch leicht beschwingt verließ er das Gasthaus »Zum Zeisig«. Hier hatte er Jozsi, den Zigeunerjungen, verabschiedet, der nicht lernen wollte und nur Krawatten und Parfüms im Kopfe hatte. Deshalb war es auch vollkommen zwecklos gewesen, ihn weiterhin bei Mastart in Paris zu belasten. Er schickte den Jungen also an einen stilleren Ort, nach Löwenberg, in jene kleine deutsche Stadt, wo am Hofe des Fürsten von Hohenzollern der Violinenkünstler Stern wirkte. Diesem vertraute er den Zigeunerjungen an. Aber auch von dort bekam er sehr schlechte Nachrichten. Keine Macht der Welt konnte Jozsi zum systematischen Üben zwingen. Da führte Franzi einmal der Weg in ein Wiener Gasthaus. Als er mit seiner Gesellschaft Platz genommen hatte, stürzte mit einem Male ein Musiker aus der Zigeunerkapelle auf ihn zu, kniete vor ihm nieder und flehte ihn an, er möge Jozsi seiner Familie zurückgeben. Dieser Zigeuner war der Bruder Jozsis. Franzi hatte ihn noch nie zuvor gesehen, aber der Zigeuner erkannte seinen weltberühmten Landsmann sofort. Diese Szene erregte großes Aufsehen im Gasthaus. Franzi versprach dem bittenden Bruder gleich an Ort und Stelle, daß er Jozsi nach Wien kommen lassen würde, wo er selbst entscheiden solle, ob er ein Violinkünstler oder wieder Zigeuner werden wolle. Er ließ ihn tatsächlich kommen. Als Jozsi da war und erfuhr, daß er zu den Seinigen zurückkehren könne,