Chapter

Arnold Woolf und die Entdeckung

An einem Frühjahrsmorgen des Jahres 1995 fuhr Arnold Woolf von seinem Laboratorium oben auf dem Friedenshügel in die Ebene hinunter. Er fuhr sehr langsam und bedacht und hielt oft an, um über die Landschaft zu schauen. Aber er sah sie garnicht. Seine Augen waren nach innen gerichtet. Er sprach mit sich selber und hielt immer wieder einen Zeigefinger nachdrücklich und belehrend vor sich hin. Er war ersichtlich mit irgend etwas unzufrieden. Ihn beschäftigten Gedanken, die er nicht ordnen konnte, und er hatte zu dem alten, bewährten Mittel gegriffen, das ihm so oft geholfen hatte: dem Laboratorium den Rücken zu kehren und ohne Plan in das Land hineinzufahren. Er wiederholte heute die Erfahrung, die er schon so oft gemacht hatte: das Land war stärker als er. Für kurze Zeit konnte er sich mit seinen Gedanken und seinem Nachdenken dagegen behaupten. Dann strich ihm der Hangwind ins Gesicht, die Sonne fuhr ihm über die Augen, die Farben von Wolken und Bäumen und Feldern füllten seinen Blick aus, und er begann langsam nachzugeben, sich auszuliefern, sich zu entspannen, bis sich die Furchen auf seiner Stirne glätteten und alles, was ihn bedrängte, ruhevoll vergessen war. Irgendwo oben auf dem Friedenshügel lag das Laboratorium, dem er den besten Teil seiner Kraft geopfert hatte. Jetzt atmete er auf, als habe das Land ihn von der nie aussetzenden Arbeit erlöst. Der Weg vom Friedenshügel

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