Ums liebe Brot
Stürmisch bewegte sich das deutsche Schiff »Blücher« auf den breiten Fluten des Ozeans während der Fahrt von Hamburg nach New York. Seit vier Tagen war er schon unterwegs, vor zwei Tagen an den grünen Gestaden Irlands vorbeigekommen und an die offene See gelangt. Vom Verdeck aus sah man, so weit das Auge reichte, nur die graugrüne, gleichsam von Furchen durchschnittene und in Ackerfelde geteilte Wasserfläche, schwerfällig sich schaukelnd, hier und dort aufschäumend, in der Ferne immer dunkler werdend und mit dem von weißen Wolken bedeckten Horizont zusammenfließend. Ein Glanz von diesen Wolken fiel stellenweise auf das Wasser, und von diesem Perlengrunde zeichnete sich klar und deutlich der schwarze Rumpf des Schiffes ab. Dieser Rumpf, mit dem Schnabel nach Westen gerichtet, hob sich bald mühsam aus den Wogen empor, bald versank er in der Tiefe, als ob er unterginge; zuweilen entschwand er dem Auge, um bald wieder, von dem Rücken einer Woge getragen, so hoch emporzutauchen, daß man seinen Boden sah. Trotz dieser Hindernisse durchschnitt er eilig den Ozean. Die Wogen kamen ihm entgegen, aber bald stürzte auch er sich auf die Wogen und durchschnitt sie mit seiner Brust. Hinter ihm her schlängelte sich wie eine Riesenschlange das weiße, schäumende Fahrwasser. Einige Möven folgten dem Steuerruder, schossen Purzelbäume in der Luft und kreischten wie polnische Vögel. Der Wind stand