Um Eveline
– Einen Kognak, Justizrat, oder einen Eckau? – Haben Sie nicht was Süßeres? – Aber ja! Sie haben natürlich mehr für das Milde was über. Also einen Medoc, – der wird Ihnen hoffentlich süß genug sein. Der rechte Damenlikör. Bitte schön. Damit reichte der Hausherr, der dabei war, im Herrenzimmer Schnaps zum Kaffee einzuschenken, den der Diener herumreichte, dem Justizrat Bröse das Gläschen hinüber. – Aber Laue! – Sie haben ja nichts zu rauchen. – Ich warte noch. Ein wenig später, und dann lieber eine Zigarette. – Die stehen dort auf dem Ecktische. Der Dr. jur. Kurt Laue griff hinüber, weil Peter Illgen ihn stumm am Arme stieß und auf die Schachteln mit den Zigaretten hingewiesen hatte. Die Rauchfäden der Zigarren und Zigaretten stiegen zu der großen Mittellampe empor, die das behagliche Herrenzimmer nur matt erleuchtete, das vollgepfropft war mit Erinnerungen aus aller Herren Länder, in denen der Hausherr je gewesen. An den Wänden Gehörne aller Tierarten, denn er war ein eifriger Jäger. Photographien von Jagdszenen, und Augenblicksbilder von seinen Fahrten. Gewänder und Waffen aus allen Erdteilen, Felle an der Erde, darunter ein Tigerfell, von dem er eine abenteuerliche Geschichte zu erzählen wußte, wie er mit seinen Gefährten nur mit knapper Not dem Tode entgangen war. In der Ecke neben dem Kamin ein breiter niederer Divan mit Kissen bedeckt, auf dem sich Walter Mandy mit Helmuth