Fortsetzung
»Ich bin ermächtigt, Ihnen dies Honorar für Briefe und Manuskript zu bieten, – oder stellen Sie selbst Ihre Forderung.« »Es genügt – auf meine Bedingungen hin. Der Handel ist abgeschlossen und hier sind die Papiere.« Der Doktor schloß das Seitenfach auf und holte das kleine Päckchen Briefe und Blätter hervor, denen er vorhin die Probe entnommen, deren Einsicht den Besucher so sehr aufgeregt hatte. »Nehmen Sie – ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich nicht das Geringste zurückbehalten habe. Aber sehen Sie selbst nach, wenn Sie wissen, um welche, wahrscheinlich der Schreiberin entwendete Papiere es sich handelt. – Hier ist auch das bereits fertige Manuskript – dort im Kamin glühen noch Kohlen genug.« Der Fremde schleuderte das kleine Heft, als hätte er glühendes Eisen zwischen die Finger genommen, in den Kamin, wo es alsbald ankohlte und in Flammen aufging. Dann sah er sorgfältig die Papiere nach und band sie mit einem tiefen Seufzer wieder zusammen. »Arme Amalie! Ich kann nicht wissen, was jener Dame entwendet worden und muß mich auf Ihr Wort verlassen. Nur sprach man mir von einem Taufund Totenschein …?« »Sie müssen meiner Versicherung glauben; es war Alles, was die Leute mir gaben, – so viel ich sah, was sie überhaupt hatten. Von den beiden Scheinen war unbedingt nichts dabei. – Noch einen freundlichen Rat – Sie hatten vorhin auf der Treppe ein Rencontre mit einem Herrn?« »Ja