Vorwort
Geschichtlicher Roman aus dem deutschen Bauernkrieg 1525 von Robert Schweichel Moskau 1925 / Deutscher Klub 400 Jahre sind seit den deutschen Bauernkriegen vergangen. Die erste und bisher einzige Massenerhebung der deutschen Bauernschaft hat besonders zu Beginn der modernen Arbeiterbewegung den Geist der proletarischen Vorkämpfer in ihren Bann gezogen. Friedrich Engels war es, der schon 1850 in der »Neuen Rheinischen Zeitung« die Geschichte des deutschen Bauernkrieges der Arbeiterklasse vermittelte. Die Erfahrungen des Zusammenbruchs der deutschen bürgerlichen Revolution hatten ihn darauf hingewiesen, »im Ackerbautagelöhner den zahlreichsten und natürlichsten Bundesgenossen der Industriearbeiter der Städte« zu erblicken, um die Einheitsfront zwischen Land- und Industriearbeitern als Vorbedingung des Sieges der Arbeiterklasse anzustreben. Der Beschluß des Baseler Internationalen Arbeiterkongresses, »daß die Gesellschaft das Interesse habe, das Grundeigentum in gemeinsames nationales Eigentum zu verwandeln«, war die Frucht der Erfahrungen, welche die Führer der Ersten Internationale aus der Entwicklung der bürgerlichen Revolution und des demokratischen Zusammenbruchs gezogen hatten. Auch August Bebel hat sich in enger Anlehnung an die Studien Engels mit der Geschichte des Bauernkrieges beschäftigt und aus der Revolution der deutschen IV Bauern der Reformationszeit die Lehren