Der gelbe Tobby.
Zwei Männer, ein Weißer und ein Indianer, lagerten an einem sonnigen Herbstmorgen auf der kleinen Lichtung eines dichten Waldes, der sich wie ein dunkler Strich an einem Präriebach entlangzog. Der Weiße war ein kräftiger, blondbärtiger Mann in Trappertracht, der Indianer ein schlanker, edel aussehender Häuptling mit zahlreichen Adlerfedern im schopfartig hochgebundenen blauschwarzen Haar. Die beiden saßen ernst und schweigend an dem kleinen Feuer, über dem am Spieß eine Hirschkeule briet. Ihre Pferde, ein Rappe und ein Fuchs, weideten frei in der Nähe. Neben den beiden Westmännern lagen ihre Doppelbüchsen griffbereit im Gras. – Nun sagte der blonde Jäger unvermittelt, indem er den Häuptling sorgenvoll anschaute: „Mein Bruder Chokariga weiß, daß ich den Knaben lieb habe wie mein eigenes Kind. Sein Onkel hat ihn uns anvertraut, damit wir ihn zu einem tüchtigen Trapper erziehen. Ich begreife nicht, weshalb Heinrich Köhler uns in der verflossenen Nacht in aller Stille verlassen hat. Wir haben seine Spur zwei Meilen nach Nordwest, bis drüben zum Bach verfolgen können. Dort hat er es verstanden, jede Fährte zu verwischen. Sobald wir unsere Mahlzeit eingenommen haben, wollen wir nochmals nach seiner Fährte suchen. Wir müssen sie finden. Der Junge, fürchte ich, plant irgend etwas, was…“ Der Komanchenhäuptling hatte seine dunklen Augen jetzt blitzschnell nach dem Nordrand der Waldblöße