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Vorwort der Eule

Vorwort der Eule Meine Herren Künstler, meine hochgeschätzten Herren Verleger und Sie, verehrtester Dichter! Ich habe Ihnen anläßlich Ihrer ersten Ausgabe dieses Buches einige Bemerkungen zu machen. Wie? In diesem großen Buch, das in seinem Umfang einem Elefanten gleicht und das berühmt zu werden ihr, achtzehn Männer, euch zur Aufgabe gemacht habt, habt ihr auch nicht das kleinste Plätzchen für den Vogel der Minerva gefunden, für die weise, die kluge Eule? In Deutschland und in ebendiesem Flandern, das ihr so sehr liebt, reise ich ohn' Unterlaß auf Ulenspiegels Schulter, weshalb er auch so genannt wird, denn sein Name besagt: Eule und Spiegel, Weisheit und Possenspielerei, »Uyl en Spiegel«. Die Leute von Damme, dem Ort, an dem er, wie man sagt, geboren worden ist, sprechen seinen Namen »Ulenspiegel« aus, indem sie aus Bequemlichkeit U für Uy lesen. Aber das ist nur deren Sache. Ihr habt euch eine andere Auffassung zurechtgelegt: Ulen für »Ulieden Spiegel« – Euer Spiegel – ihr Bauern und Edelleute, Herren und Herrinnen, der Spiegel der Gemeinheiten, Lächerlichkeiten und Verbrechen einer historischen Epoche. Das ist sinnig, aber unvernünftig. Man soll die Tradition nicht verletzen. Vielleicht habt ihr den Einfall bizarr gefunden, die Weisheit durch einen Vogel zu symbolisieren, der, eurer Ansicht nach, ebenso traurig wie grotesk ist, durch einen Pedanten mit Brillengläsern, einen

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