Erstes Kapitel
Hans hatte, da ihn der Heimweg gerade durch Prora geführt, in dem Stalle des Gasthofes »zum König von Preußen« die frisch milchende Kuh angesehen, die er gestern hereingeschickt; den herzlichen Dank der jungen Frau verlegen abgelehnt; in der Wirtsstube von dem neuen Doppelbier, das ihm Clas Wenhak aufgenötigt, nur eben genippt, und war nun mit demselben zur Thür hinaus getreten, wo der Hausknecht sein Pferd am Zügel hielt. Clas Wenhak schob den Mann beiseite: er selbst wollte dem Herrn Baron beim Aufsteigen behilflich sein. Der hatte bereits den Fuß im Bügel, zog ihn aber wieder zurück. Ueber den kleinen offenen Platz kam sehr schnell ein Jagdwägelchen heran gerasselt, in dessen zweitem Sitz, in die Ecke gelehnt, Fürst Prora saß und sich jetzt, als er des Barons gewahr wurde, schnell aufrichtete, dem Kutscher ein Wort zurufend. Der Wagen hielt. Hans war an das Gefährt heran getreten. Der Fürst streckte ihm lebhaft die Hand entgegen. Guten Abend, lieber Baron! Was führt Sie so spät hierher? Geschäfte, Durchlaucht – Ich frage nur, weil ich mich selbst verspätet habe. Sie sind doch auch heute auf dem Zauberfeste in Griebenitz? Nein, Durchlaucht. Nein? Aber vor einer halben Stunde, als ich durch Griebenitz fuhr – der Graf stand am Thor, das mit dicken Eichenguirlanden geschmückt wurde, und wetterte in seiner lauten Weise auf die ungeschickten Leute ein – er sagte mir, daß Ihre