Vorbemerkung und Einleitung
VORBEMERKUNG. Wider meine ursprüngliche Absicht gelangen die vorstehenden Untersuchungen in einer Form zur Veröffentlichung, die vielleicht mehr verspricht, als der Inhalt giebt. Einerseits wuchs mir jedoch das Material unter den Händen so sehr, dass es für einen Journal-Artikel nicht mehr geeignet war, und andrerseits wurde ich durch das gnädigste Interesse Sr. Majestät des Königs von Hannover an der Bearbeitung der das Nordseebad betreffenden Fragen zu der Herausgabe der Untersuchungen in eben der vorliegenden Weise veranlasst. Diesem Höchsten Interesse, das mir einen Sporn zur Ueberwindung mancher Schwierigkeiten gab, schulde ich den tiefsten Dank, und, fern von der Meinung etwas Wesentliches geleistet zu haben, folge ich gern der gnädigsten Aufforderung zu einer Widmung, der ich selbst nur eine vollständigere Arbeit für würdig erachtet haben würde. Dies zur Erklärung für meine Fachgenossen, die mich der Ueberhebung zeihen könnten, wenn ich ihnen nicht die Ueberzeugung ausspräche, dass „eine Schwalbe keinen Sommer macht.“ Oldenburg den 1. October 1854. Der Verfasser. Es hiesse alle Thatsachen verkennen, wollte man die bedeutende Einwirkung, welche der Aufenthalt an der Seeküste und der damit verbundene Gebrauch des Seebades auf den menschlichen Organismus ausüben, bezweifeln. Wir besitzen, das ist keine Frage, in der Seeluft und dem Seebade mächtige Heilmittel gegen viele