Chapter

Drittes Buch (Teil 1)

§ 1. Der Mensch ist befähigt, artikulierte Laute hervorzubringen. – Da Gott den Menschen zu einem geselligen Geschöpf bestimmt hatte, so machte er ihn nicht nur geneigt und versetzte ihn in die Notwendigkeit, mit seinen Geschlechtsgenossen Gemeinschaft zu pflegen, sondern versah ihn auch mit der Sprache als dem künftigen Hauptwerkzeug und gemeinsamen Bande der Gesellschaft. Die Organe des Menschen erhielten deshalb von Natur eine solche Gestalt, daß sie zur Hervorbringung artikulierter Laute, die wir Wörter nennen, geeignet waren. Dies war jedoch nicht genug, um die Sprache zu schaffen, denn Papageien und verschiedenen anderen Vögeln kann man lehren, artikulierte Laute mit genügender Deutlichkeit hervorzubringen, wobei sie jedoch keineswegs zum Sprechen befähigt werden. § 2. Und dieselben zu Zeichen von Ideen zu machen. – Neben den artikulierten Lauten war es deshalb weiter noch erforderlich, daß der Mensch fähig sei, diese Laute als Zeichen innerer Vorstellungen zu gebrauchen, und sie als Merkmale der in seinem eigenen Geiste enthaltenen Ideen hinzustellen, wodurch diese für andere erkennbar werden, und die im Sinne der Menschen gehegten Gedanken von einem zu dem anderen übergehen könnten. § 3. Wie auch allgemeine Zeichen zu bilden. – Aber auch dies war noch nicht ausreichend, um die Wörter so nützlich zu machen, wie sie sein sollten. Zur Vollkommenheit der Sprache genügt es

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